Silhouette Dresden im Sommer © DMG/Sylvio Dittrich (DML-BY)

Dresden – eine Stadt mit Rudertradition

Die Landeshauptstadt Dresden, im Herzen von Sachsen gelegen, ist nicht nur als Kunst- und Kulturstadt mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten wie dem barocken Zwinger oder der Frauenkirche bekannt, sondern auch für den malerischen Flusslauf der Elbe. Mit Bezug auf die beeindruckenden Kunstsammlungen und die barocke Architektur der Stadt trägt Dresden auch den Beinamen „Elbflorenz".

Zugleich wirkt sich die Präsenz der Elbe auch auf die Dresdener Sportlandschaft aus und bietet ideale Voraussetzungen für den Rudersport. Dessen Anfänge in Dresden reichen bis in das späte 19. Jahrhundert zurück, als eine Kernsportart der Stadt gilt das Rudern seit Beginn der modernen Olympischen Spielen 1896.

Dies spiegelt sich auch in der Verteilung der sächsischen Rudervereine wider, in denen insgesamt über 2.150 Mitglieder aktiv sind. Allein in Dresden und Umgebung haben entlang der Elbe acht Mitgliedervereine des 1990 gegründeten sächsischen Landesruderverbandes ihren Sitz. Zudem befindet sich aufgrund der optimalen Bedingungen in Dresden einer der zwei landesweiten Stützpunkte.

Von den hervorragenden Voraussetzungen der professionellen Trainingsumgebungen in allen sportlichen Bereichen, die sowohl auf dem Wasser als auch an Land geboten sind, haben seit jeher zahlreiche Athleten aus Dresden profitiert und internationale Erfolge gefeiert. Exemplarisch für die in Dresden hervorgebrachten Karrieren im Rudersport stehen die für die Stadt seit 1936 gewonnen Medaillen bei olympischen Spielen.

Blaues Wunder mit Fernsehturm © Yvonne Seidemann
Leben auf den Dresdner Elbwiesen © Michael R. Hennig
Die wunderschöne Elbe © Tommy Halfter
Dresdner Medaillengewinner bei Olympischen Sommerspielen im Rudern

Olympische Spiele 2016 (Rio de Janeiro)

Gold Karl Schulze Doppelvierer

Olympische Spiele 2012 (London)

Gold Tim Grohmann Doppelvierer
Gold Karl Schulze Doppelvierer

Olympische Spiele 2004 (Athen)

Silber Peggy Waleska Doppelzweier
Silber Claudia Blasberg Doppelzweier, Leichtgewicht

Olympische Spiele 2000 (Sydney)

Silber Claudia Blasberg Doppelzweier, Leichtgewicht

Olympische Spiele 1992 (Barcelona)

Bronze Annegret Strauch Achter

Olympische Spiele 1988 (Seoul)

Gold Kerstin Pieloth-Förster Doppelvierer
Gold Beatrix Schröer, Annegret Strauch Achter
Gold Olaf Förster, Thomas Greiner Vierer

Olympische Spiele 1980 (Moskau)

Gold Ullrich Dießner, Walter Dießner, Gottfried Döhn, Dieter Wendisch, Andreas Gregor (Stm.) Vierer m. Steuermann
Gold Sybille Tietze Doppelvierer
Gold Gabriele Kühn, Karin Metze Achter
Gold Sybille Reinhardt Doppelvierer
Gold Jens Doberschütz Achter

Olympische Spiele 1976 (Montreal)

Gold Christine Scheiblich Einer
Gold Andrea Kurth, Gabriele Kühn, Karin Metze, Bianka Schwede, Sabine Heß (Stfr.) Vierer m. Steuerfrau
Gold Gottfried Döhn, Dieter Wendisch Achter
Silber Ullrich Dießner, Walter Dießner, Andreas Schulz, Rüdiger Kunze Vierer m. Steuermann

Olympische Spiele 1972 (München)

Gold Frank Forberger, Dieter Grahn, Frank Rühle, Dieter Schubert Vierer

Olympische Spiele 1968 (Mexiko-Stadt)

Gold Frank Forberger, Dieter Grahn, Frank Rühle, Dieter Schubert Vierer
Silber Peter Kremtz, Roland Göhler, Manfred Gelpke, Klaus Jacob, Dieter Semetzky (Stm.) Vierer m. Steuermann

Olympische Spiele 1936 (Berlin)

Gold Gustav Schäfer Einer
Gold Hugo Strauß Zweier

Neben einer leistungssportlichen Laufbahn im Rudern – angefangen beim traditionellen Rennrudern über neue Regattaformate wie Coastal Rowing und Sprintrudern – gibt es in Dresden zudem die Möglichkeit, das Rudern als Hobby auszuüben. Angebote gibt es unter anderem im Breitensport sowie im Wanderrudern.

Wenngleich es in Dresden bislang noch keinen expliziten Ruderverein für das Indoor Rowing gibt, ist das Rudern auf dem Ergometer weit etabliert und fester Bestandteil im Training vieler Athleten. Mit den European Rowing Indoor Championships in Dresden findet das seit 2019 ausgetragene Format erstmals in Deutschland statt.

Blick vom Trümmerberg im Ostragehege auf die Yenidze und Altstadtsilhouette © Thomas Roetting
Raddampfer der Sächsischen Dampfschifffahrt © Tommy Halfter
Dresden mit Blick in Richtung Sächsische Schweiz © ddpix.de

Indoor Rowing

Indoor Rowing gilt als separate Sportart und wird, wie der Name verrät, in Innenräumen auf einem Ruderergometer ausgetragen. Während diese Variante in Rudervereinen und Fitness Studios vor allen dazu genutzt wird, unabhängig vom Wetter auch im Winter trainieren zu können, finden inzwischen über das ganze Jahr verteilt unterschiedliche Wettkämpfe auf dem Ruderergometer statt. Ein Höhepunkt im Wettkampfkalender des Indoor Rowings sind in den kommenden Monaten die Europameisterschaften in Dresden.

Die meisten Indoor-Ruderrennen werden über die olympische Regattadistanz von 2000 Metern ausgetragen. Darüber hinaus gibt es strukturierte Wettkampfklassen, um faire Bedingungen basierend auf Alter, Gewicht und Leistungsfähigkeit zu gewährleisten. Die offiziellen Meisterschaften wie die Europameisterschaften nutzen standardisierte Kategorien.

Elberadweg und Brockwitzer Kirche © Sylvio Dittrich
Elbtal © Sylvio Dittrich

Links und Tipps

Indoor-Rowing-Sportabzeichen des DRV

rudern.de ↗

Indoor Rowing Instructor (DRV)

rudern.de ↗

RUDEREI

Die RUDEREI bietet verschiedene Online-Trainingsmöglichkeiten und Wettkämpfe auf dem Rudergerät für alle Leistungs- und Altersklassen an.

rudern.de ↗

Rudertechnik

Rudertechnik auf dem Concept2 RowErg